Landschaftspflegeverband Forchheim e.V.

Erfolgreiche Aktionswoche mit über 25 Veranstaltungen

zum Europäischen Tag der Streuobstwiese 2026 im Landkreis Forchheim

Mit einer gelungenen Auftaktveranstaltung und vielfältigen Programmpunkten feierte der Landkreis Forchheim vom 24. April bis 3. Mai 2026 die Aktionswoche zum Europäischen Tag der Streuobstwiese. Zahlreiche Interessierte nutzten die Gelegenheit, die Vielfalt, Geschichte und Bedeutung der heimischen Streuobstwiesen hautnah zu erleben und mit regionalen Akteurinnen und Akteuren ins Gespräch zu kommen.


Den feierlichen Auftakt bildete eine interne Veranstaltung in der Brennerei und im Hofladen Kormann in Moggast, an der über 70 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Naturschutz, Landwirtschaft und Streuobstinitiativen teilnahmen. Eröffnet wurde die Veranstaltung durch Staatsminister Thorsten Glauber, der das langjährige Engagement der Beteiligten für den Erhalt und die Weiterentwicklung der Streuobstkultur im Landkreis würdigte. Die Auftaktveranstaltung setzte ein sichtbares Zeichen für die Bedeutung dieser einzigartigen Kulturlandschaft und leitete eine Woche voller Aktionen, Begegnungen und Wissensvermittlung ein.


Bereits am ersten Tag zeigte sich die Bandbreite des Programms: In Reuth erkundeten Grundschulkinder spielerisch die Erlebniswelt Streuobst – von der Blüte bis zur Saftverkostung. Parallel dazu gewährten die Baumschulen Schmitt und Wagner in Poxdorf Einblicke in Veredelungstechniken, Sorten- und Unterlagenwahl sowie nachhaltige Anbaumethoden. In Pretzfeld konnten Gäste beim Schaubrennen der Brennerei Haas die Herstellung edler Brände live miterleben, während die Fruchtsaftkelterei bei einer Führung unter dem Motto „Vom Apfel in die Flasche“ die Saftproduktion anschaulich erklärte und zur Verkostung einlud. Ergänzend dazu schenkte der Pretzfelder Keller Schmidtchens Bio-Apfel-Cidre aus und lud zum Genießen regionaler Produkte ein.


Auch am Wochenende standen Naturerlebnis, Wissen und Genuss im Mittelpunkt. Eine Vogelstimmenexkursion in Leutenbach lockte zahlreiche Naturinteressierte an, während die Umweltstation Liasgrube mit ihrem Saisoneröffnungsfest ein abwechslungsreiches Familienprogramm bot. Die Wanderung „Ein Obstbaum im Zeitraffer“ im Trubachtal verband Naturwissen, Bewegung und regionale Spezialitäten. In Egloffstein veranstaltete die Familie Porisch ein fröhliches Fest auf ihrer Streuobstwiese, bei dem Spiel, Information und kulinarische Köstlichkeiten harmonisch ineinandergriffen.


Ein besonderer Höhepunkt war das große Blütenfest in Kasberg auf der Streuobstwiese des BUND Naturschutz. Auf dem weitläufigen Gelände mit über 200 Bäumen und rund 100 alten Sorten erwartete die Gäste ein vielseitiges Programm mit Führungen, Kinderaktionen, Imkerständen und Beratungsangeboten. Die Veranstaltung wurde zu einem lebendigen Fest der Sinne und machte die Bedeutung der Streuobstwiesen für Biodiversität und regionale Identität unmittelbar erlebbar.


Auch die fachliche Weiterbildung kam nicht zu kurz: Im Obstsortengarten Weigelshofen führte der Landschaftspflegeverband Forchheim durch die blühenden Sortenreihen. Anschließend gab die untere Naturschutzbehörde einen kompakten Überblick über aktuelle Fördermöglichkeiten im Streuobstbau. Ergänzt wurde das Angebot der Aktionswoche durch eine Familienführung in Igensdorf mit Streuobstköstlichkeiten sowie einen Online-Vortrag zur Planung einer eigenen Streuobstwiese, der praxisnahe Hinweise für Neuanlagen vermittelte. Beim OGV Eggolsheim erhielten die Teilnehmenden in einem Veredelungskurs Einblicke in die Kunst des Veredelns und konnten die Technik direkt anwenden. Ein weiteres Highlight war die Filmvorführung über den Pfarrer und Pomologen Korbinian Aigner, ein eindrucksvolles Porträt eines Lebens zwischen Nächstenliebe, Widerstand und der Leidenschaft für die Pomologie.


Die Aktionswoche 2026 hat eindrucksvoll gezeigt, wie lebendig und vielfältig die Streuobstkultur im Landkreis Forchheim ist. Die positive Resonanz der Gäste und Beteiligten unterstreicht die Bedeutung solcher Veranstaltungen für den Erhalt dieser wertvollen Kulturlandschaft.


Die Organisatorinnen Frauke Gabriel (Untere Naturschutzbehörde Forchheim), Kathrin Hösch (Landschaftspflegeverband Forchheim) und Nadine Menchen (Naturpark Fränkische Schweiz – Frankenjura) danken allen Vereinen, Betrieben, Ehrenamtlichen und Unterstützenden herzlich, die mit großem Engagement zum Gelingen der Aktionswoche beigetragen haben!


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