Landschaftspflegeverband Forchheim e.V.

Streuobstwiese in Forchheim wird zum Klassenzimmer im Grünen

mit Umweltminister Thorsten Glauber

Wie erkennt man einen Apfelbaum? Welche Tiere leben auf einer Streuobstwiese? Und warum braucht ein Obstbaum regelmäßige Pflege? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigten sich rund 90 Schülerinnen und Schüler der Grundschule Kirchehrenbach bei einem abwechslungsreichen Aktionsvormittag gemeinsam mit dem LPV Forchheim und der Streuobstberaterin.

v.l.n.r.: Christian Rothmund (Baumpfleger), Josef Gebhardt mit Sohn Timo (Streuobstwiesenbesitzer), Hermann Greif (stellv. Vorsitzender LPV FO), Kathrin Hösch (Projektmanagerin), Isabell Kremer (ALE), Thorsten Glauber (bayerischer Umweltminister), Ute Rothmeyer (Rektorin Grundschule), Bastian Holzschuh (2. BGM  Kirchehrenbach), Christine Berner (Projektmanagerin), Jana Wiehn (stellv. Geschäftsführung LPV FO), Frauke Gabriel (Streuobstberaterin), Toni Körber (AELF), Hans Schilling (Kreisfachberater für Obstbau), Edwin Rank (BGM Kunreuth), Hans Thiem (Naturschutzwächter), Dominik Frieling (Streuobstkoordinator) sowie die Klasse 4a der Grundschule Kirchehrenbach mit Klassenleitung Andrea Nader.


An mehreren Mitmachstationen erkundeten die Kinder am vergangenen Montag spielerisch die Vielfalt dieses besonderen Lebensraums. Sie bestimmten verschiedene Obstbaumarten, suchten Tierspuren, lernten typische Bewohner der Streuobstwiese kennen und erfuhren vom Baumpfleger Christian Rothmund, weshalb Obstbäume regelmäßig gepflegt werden müssen. Bewegungs- und Wissensspiele sowie praktische Aufgaben machten ökologische Zusammenhänge unmittelbar erlebbar und zeigten den Kindern, warum Streuobstwiesen zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas zählen.


Ein Höhepunkt des Vormittags war der Besuch des Bayerischen Staatsministers für Umwelt und Verbraucherschutz, Thorsten Glauber. Gemeinsam mit der Bundestagsabgeordneten Lisa Badum, Vertreterinnen und Vertretern des Bayerischen Umweltministeriums, der Regierung von Oberfranken, des Landschaftspflegeverbands, des Landratsamts Forchheim sowie weiteren Akteurinnen und Akteuren aus dem Streuobstbereich informierte er sich über die Umweltbildungsangebote und kam mit den Schülerinnen und Schülern der Klasse 4a ins Gespräch. Dabei hatten die Kinder die Gelegenheit, all ihre Fragen direkt an den Umweltminister zu richten.


Organisiert und begleitet wurde der Aktionstag von Kathrin Hösch, Christine Berner und Jana Wiehn vom Landschaftspflegeverband Forchheim gemeinsam mit der Streuobstberaterin Frauke Gabriel. Mit viel Fachwissen und anschaulichen Mitmachangeboten vermittelten sie den Kindern die Bedeutung der Streuobstwiesen als Lebensraum für zahlreiche Tier-, Pilz- und Pflanzenarten sowie als wichtiger Bestandteil der fränkischen Kulturlandschaft.


Der Aktionstag fand im Rahmen des Projekts „Streuobst vernetzen im Landkreis Forchheim“ des Landschaftspflegeverbands Forchheim statt. Kirchehrenbach ist dabei neben Hallerndorf und Weilersbach eine von drei Pilotkommunen, die im Rahmen des Projekts von Kathrin Hösch und Christine Berner bei ausgewählten Themenschwerpunkten besonders intensiv begleitet werden. Mit dem Aktionstag auf der Streuobstwiese wurde in Kirchehrenbach nun die erste Umweltbildungsmaßnahme speziell für Kinder im Rahmen des Projekts umgesetzt.


Das Projekt richtet sich jedoch an alle Altersgruppen: Neben Angeboten für Kinder bietet der Landschaftspflegeverband mit der Schulungsreihe „Streuobstwächter:in“ auch Fortbildungen für Erwachsene an. Interessierte können sich bereits jetzt für die Kurse im kommenden Jahr anmelden. Informationen dazu sowie zu weiteren Projektangeboten sind auf der Internetseite des Landschaftspflegeverbands Forchheim zu finden unter www.lpv-fo.de. Darüber hinaus berät der Landschaftspflegeverband Eigentümerinnen und Eigentümer von Streuobstflächen fortlaufend zu Fördermöglichkeiten, insbesondere mit Blick auf die Förderperiode ab 2027.


Das bis Ende 2028 laufende Projekt verbindet praktische Landschaftspflege mit Umweltbildung und trägt dazu bei, das Bewusstsein für den Wert der Streuobstwiesen und ihrer außergewöhnlichen Artenvielfalt nachhaltig zu stärken. Es wird von der Europäischen Union sowie dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz kofinanziert.


Kathrin Hösch




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